So haben Darmentzündungen keine Chance!

Die Darmentzündung wird in der Fachsprache als Kolitis bezeichnet und ist für Betroffene extrem unangenehm. Neben einer akuten Entzündung im Darm sind auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa weit verbreitet. Aber wie entstehen Entzündungen im Darm eigentlich und was kann man gegen sie tun? Diesen Fragen gehen wir hier nach!

Lesezeit: 03:27 Minuten

Inhaltsverzeichnis

  1. Woher kommt eine Entzündung im Darm?
  2. Wie äußert sich eine Darmentzündung?
  3. Wie lange dauert eine Darmentzündung?
  4. Chronische Entzündung im Darm
  5. Was tun bei entzündetem Darm?
Darmreinigung

1. Woher kommt eine Entzündung im Darm?

Darmentzündung ist ein Sammelbegriff für verschiedene entzündliche Erkrankungen im Darm. Eine akute Entzündung im Darm betrifft meist die Darmschleimhaut. Hier sitzen die Immunzellen, die auf Reize mit deutlichen Abwehrreaktionen reagieren können. Verschiedene Auslöser kommen für eine akute Entzündung im Darm in Frage:

  • Viren: Schätzungen zufolge sind für rund 70 Prozent der akuten Entzündungen im Magen-Darm-Trakt Viren verantwortlich. Insbesondere Rotaviren, Adenoviren, Norwalk-Viren, Echoviren und Coxsackieviren können eine Darmentzündung verursachen.
  • Andere Mikroorganismen: Neben Viren können auch Bakterien oder ein Hefepilz im Darm für die Entzündung verantwortlich sein. Hier ist vor allem der Pilz Candida Albicans zu nennen. Er ist Bestandteil der natürlichen Darmflora. Bei einem gestörten Immunsystem kann er sich jedoch so stark vermehren, dass es zu Entzündungen kommt.
  • Weitere Ursachen: Auch unverträgliche Lebensmittel, allergische Reaktionen oder hormonelle Ursachen können eine Entzündung im Darm auslösen. In seltenen Fällen stecken Parasiten hinter der Darmentzündung.

2. Warum macht man eine Darmsanierung?

Eine akute Entzündung im Darm kann unterschiedliche Symptome hervorrufen. Häufig ist neben dem Darm auch der Magen betroffen, dann spricht man von Gastroenteritis. Besonders häufig kommen folgende Beschwerden bei Patienten vor:

  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen

Grundsätzlich gilt: Wenn die Beschwerden bei einer Entzündung im Darm nach drei Tagen nicht von alleine besser geworden sind oder der Durchfall blutig ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei sehr starken Bauchkrämpfen oder Fieber ist medizinischer Rat empfehlenswert.

3. Wie lange dauert eine Darmentzündung?

Wie lange eine Darmentzündung dauert, hängt maßgeblich von der Ursache ab. Eine akute Darminfektion (Enteritis), die durch Viren ausgelöst wurde, heilt in der Regel nach etwa einer Woche von alleine ab. Liegt jedoch ein Darmpilz vor oder verbirgt sich ein Parasit hinter den Beschwerden, ist eine medikamentöse Behandlung notwendig.

Unter der Therapie sollten die Symptome nach spätestens zwei Wochen vorbei sein. Hinter längeren oder häufig wiederkehrenden Entzündungen im Darm steckt häufig eine chronisch-entzündliche Erkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa.

4. Chronische Entzündung im Darm

Neben den akuten Entzündungen im Darm gibt es auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), die zu den Autoimmunerkrankungen zählen. Wie genau sie entstehen, ist bis heute nicht vollständig erforscht. Vermutlich treffen genetische Veranlagung und umweltbedingte Auslöser aufeinander.

Als Risikofaktoren gelten Zigarettengenuss, Infektionen mit bestimmten Bakterienstämmen, eine falsche Ernährung oder psychischer Stress1. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen werden vom Arzt mit Medikamenten behandelt. Vor allem Immunsuppressive kommen bei Patienten zum Einsatz, um die autoimmune Entzündungsreaktion zu unterdrücken.

5. Was tun bei entzündetem Darm?

Bei einer akuten Entzündung im Darm helfen die folgenden Maßnahmen:

  • Ruhe: Wenn Sie sich müde und abgeschlagen fühlen, sollten Sie sich Bettruhe gönnen. Vermeiden Sie Stress oder körperliche Anstrengungen.
  • Viel Flüssigkeit: Bei Durchfall oder Erbrechen ist es wichtig, dass Sie viel trinken. Bei starkem Durchfall sollten Sie auch ein Elektrolyte-Präparat einnehmen.
  • Tee: Ungesüßter Kamillentee kann dazu beitragen, den Magen zu beruhigen. Schwarzer Tee enthält Gerbstoffe, die ausgleichend auf den Darm wirken können.
  • Nährstoffversorgung: Achten Sie auf eine ausgewogene und leichte Ernährung mit vielen Nährstoffen. Mit einem Nahrungsergänzungsmittel können Sie sicherstellen, dass durch den Durchfall keine Mangelversorgung entsteht.
  • Lebensmittel: Zwieback und Banane wirken stopfend. Geriebener Apfel enthält den Ballaststoff Pektin, der den Stuhl etwas eindicken kann. Auch ungesüßter Haferschleim ist ideal bei Durchfall.

Fazit: Schluss mit der Entzündungen im Darm

Darmentzündungen äußern sich häufig in unangenehmen Durchfällen und Bauchschmerzen. Sie können verschiedene Ursachen haben, Viren sind besonders häufig. Doch Sie können auch selbst etwas tun: Mit einer gesunden Darmflora können Sie einer Entzündung im Darm, die von Bakterien und Pilzen hervorgerufen werden, häufig vorbeugen. Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, die Darmgesundheit zu unterstützen und Darmreizungen entgegenzuwirken.

Quellen:

https://www.apotheken-umschau.de/Darm/Morbus-Crohn-Ursachen-und-Risikofaktoren-110443_2.html