Die 5 größten Diät-Lügen

Wie soll man beim Abnehmen essen? Morgens viel, abends wenig? Oder abends viel, nur keine Kohlenhydrate? Oder lieber auf Fett verzichten? Fragen über Fragen … Die Antworten kommen oft von Leuten mit Halbwissen, von Diät-Experten, die keine sind. Gut, dass es noch echte Profis gibt: Ernährungsberater. Und die haben wir gefragt, welche Abnehm-Tipps man ganz schnell wieder vergessen sollte:

Die Wahrheit über Diäten und wie Sie wirklich schnell abnehmen

 

1. Fettarme Produkte sind am besten

Wer abnehmen will, setzt gern auf fettreduzierte Produktvarianten: fettarmer Joghurt, Eiscreme light, Chips mit weniger Fett usw. Doch meist bringen diese Nahrungsmittel nicht viel. Denn, weil nun Fett als Geschmacksträger fehlt, wird oft bei diesen Produkten der Zuckergehalt erhöht. Das heißt, 30% weniger Fett im Speiseeis bedeutet nicht gleich 30% weniger Kalorien. Essen Sie lieber ausgewogen – und vor allem bewusst! Zumal es auch gesunde Fette gibt, z.B. in Nüssen, Kernen und Samen.

 

2. Light-Limonaden sind gesund

Ob "Zuckerfrei", "Light" oder "Zero" – alle werben mit kalorienarmen Limos. Zwar machen diese selbst nicht dick, doch Studien zeigen, dass Light-Konsumenten eher zunehmen als abnehmen. Das liegt am Irrglauben, Unmengen an Kalorien beim Trinken einzusparen – um diese wieder in Form von Süßigkeiten oder Kuchen nachladen zu können. Auch hier gilt: Lieber in Maßen genießen!

 

3. Smoothies können Mahlzeiten ersetzen

Säfte und Smoothies und Säfte schmecken gut und sind oft auch gesund. Wer aber "auspresst" und "entsaftet" verzichtet leider auf die so wichtigen Fasern im Obst und Gemüse – auch Ballaststoffe genannt. Und gerade die sind es, die lange sättigen – und außerdem nahezu kalorienfrei sind.

 

4. Süßstoff ist besser als Zucker

Zu viel Zucker ist ungesund, das steht außer Frage. Das heißt aber noch lange nicht, dass künstliche Süßstoffe gesünder sind. Im Gegenteil – sie können z.B. die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Und das kann böse Auswirkungen haben: Blähungen, Kopfschmerzen, Hautprobleme und sogar eine erhöhte Infektanfälligkeit. Besser ist es, sparsam mit Zucker umzugehen oder auf natürliche Zuckeraustauschstoffe zu setzen (z.B. Erythrit).

 

5. Viele kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große

Fürs Abnehmen spielt es keine Rolle, ob man zwei, drei oder fünf Mahlzeiten pro Tag isst. Entscheidend ist die tägliche Gesamtkalorienmenge, die man zu sich nimmt – diese muss kleiner sein als die Energiemenge, die man verbrennt. So greift der Körper auf Fettreserven zurück und baut diese ab. Übrigens nimmt man selten wegen der Hauptmahlzeiten zu. Meist sind es die vielen "Snacks" zwischendurch, die die Kalorienbilanz schlecht aussehen lassen … 




Über den Autor: Jörn Kocken gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der natürlichen bzw. pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel in Europa. Er ist zudem Gründer von Feelgood-Shop.com, seit 2003 einer der größten Online-Händler für natürliche Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland, Österreich und der Schweiz.