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10.05.21
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GESUND DURCH PROBIOTIKA

Der Bestseller "Darm mit Charme" der Medizinstudentin Giulia Enders hat viele interessierte Leser über den Darm und seine Funktionen aufgeklärt. Dadurch ist auf das "Organ Darm" viel öffentliche Aufmerksamkeit gefallen. Viele Darmprobleme hängen mit Veränderungen der Darmflora zusammen. Sog. "Probiotika" (oder auch "Probiotica") werden immer häufiger eingesetzt, um den Darmbewohnern zu helfen. Was können Probiotica für die Gesundheit und auch z.B. das Gehirn tun? Helfen sie gegen Alzheimer, Demenz oder Multiple Sklerose? Hier gibt es alle Antworten ...


Inhaltsverzeichnis

1. Darmflora und Mikrobiom – was ist das?

Der Darm ist mehr als nur unser Verdauungstrakt. Er ist das größte Immunorgan des Körpers und wird milliardenfach von Bakterien besiedelt. Etwa 100 Billionen Bakterien nisten an den inneren Darmschleimhäuten und werden als "mikrobielle Flora" bezeichnet. Unsere mikrobielle Flora (auch Mikrobiom genannt) besteht aus etwa 400 verschiedenen Spezies und Subspezies. Das ist ein komplexes Öko-System mit wichtigen Funktionen.

Für ein normales Funktionieren des Darms und eine gute Verdauung ist eine intakte mikrobielle Flora unerlässlich. Das heißt eine Besiedelung mit vorwiegend neutralen und "guten" Bakterien. Unter anderem zählen Milchsäurebakterien zu diesen Darmbewohnern. Die mikrobielle Flora bildet organische Säuren, die den pH-Wert im Darm herabsenken und seine Schutzfunktion erhalten. Dies ist umso wichtiger, weil die Wissenschaft davon ausgeht, dass eine gestörte Darmflora Auslöser für Probleme und Krankheiten unterschiedlicher Art sein kann.

Daher sollte unbedingt auf die Darmflora geachtet werden, wenn man gesund und fit sein möchte!

2. Was sind Probiotika und wie helfen sie dem Darm?

Der Begriff "Probiotika" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "für das Leben". Probiotika auf Basis von Milchsäurebakterien haben eine lange Tradition. Ilja Metschnikow (1845-1916), ein russischer Immunologe und Nobelpreisträger, erklärte bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass Milchsäurebakterien Fäulnisprozesse im Darm unterdrücken können. Für Metschnikow war klar: Darmprobleme hängen mit Veränderungen der Zusammensetzung der Darmflora zusammen.
Seine Annahme basiert auf der Tatsache, dass es Menschen gibt, die schon seit Jahrhunderten große Mengen an fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut und Joghurt konsumieren. Solche fermentierten Lebensmittel enthalten Bakterien, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Länder wie Bulgarien, wo täglich pro Person mindestens ein halber Liter Joghurt verbraucht wird, sind bekannt für den hohen Anteil an Menschen, die ein überdurchschnittlich hohes Alter erreichen.

Hängt ein hohes Alter also mit der Gesundheit des Darms zusammen? Ist "Darmschutz" somit aktives "Anti-Aging"? Metchnikows Theorie wurde 1989 wiederentdeckt und erhielt seitdem viel medizinische Aufmerksamkeit. Wissenschaftliche Studie zum Einfluss von probiotische Mikroorganismen im Darm: https://www.researchgate.net/publication/256485901_Dietary_intervention_impact_on_gut_microbial_gene_richness

3. Probiotika und Präbiotika – was ist der Unterschied?

Die Begriffe "Probiotika" und "Präbiotika" werden häufig durcheinandergebracht. Schließlich unterscheiden sie sich auch nur durch einen einzigen Buchstaben. Inhaltlich ist der Unterschied aber größer.

Probiotika ist die Bezeichnung für nützliche Bakterien in der Ernährung oder in Nahrungsergänzungen, deren Verzehr die Darmflora stärkt oder verbessert und die das mikrobielle Gleichgewicht im Darm günstig beeinflussen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert Probiotika als: "lebende Mikroorganismen, die – in ausreichender Menge verabreicht – dem Wirtsorganismus einen gesundheitlichen Nutzen bringen." Sie verhindern zudem die Vermehrung von krankheitserregenden Keimen im Darm, indem sie Milchsäure produzieren. Das sorgt für ein saures Milieu im Darm, welches die Erreger nicht mögen. Damit die Probiotika diese Aufgaben erfüllen können, brauchen sie "Nahrung". An dieser Stelle kommen die sog. "Präbiotika" ins Spiel.

Präbiotika sind Ballaststoffe, die für den Körper unverdaulich sind und Probiotika als Nahrung dienen. Bekommen die "guten" Bakterien im Darm nicht ausreichend Präbiotika, kann es passieren, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Die Folgen können dann Verdauungsprobleme und Darmerkrankungen sein. Somit ist es wichtig, den "guten" Darmbakterien ausreichend Präbiotika zuzuführen. Damit sie die Darmflora aufbauen und somit die Darmgesundheit unterstützen können.

PROBIOLIFE Probiotika

13 probiotische Bakterienstämme + Ficin in 1 Kapsel

PROBIOLIFE Probiotika ist ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel mit 13 verschiedenen Bakterienstämmen plus Ficin.Ficin ist ein besonderes Enzym aus dem Milchsaft des Ficus carica (Echte Feige), d...

4. Was sind die Symptome, wenn die Darmflora gestört ist?

Zu den Symptomen, die eine gestörte Darmflora nach sich ziehen kann, gehören:

- Blähungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Durchfall
Entzündungen des Darms
Mangelerscheinungen; speziell von Vitaminen
- Migräne

5. Welchen Einfluss haben Probiotika auf die Gesundheit und mentale Ausgeglichenheit? Können sie gegen Alzheimer, Demenz und Multiple Sklerose wirken?

Der Einfluss von Probiotika auf folgende Krankheiten ist gut erforscht:

- Bestimmte Arten von entzündlichen Darmerkrankungen
- Vorbeugung von Hauterkrankungen wie Allergien und Neurodermitis
- Leichte Infektionen, etwa Harnwegsinfektionen

Erst in den letzten Jahren gehen Forscher auch einem Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn nach. Es gibt Forschungen, die einen Zusammenhang zwischen Alzheimer, Demenz oder sogar Multipler Sklerose vermuten lassen. Allerdings ist dieser Zusammenhang noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt um entsprechende Aussagen treffen zu können.

Dass Bakterien, die in unserem Darm siedeln, Einfluss auf unser Gehirn haben, überrascht nicht. So besteht doch ein enges Nervengeflecht zwischen Gehirn und Verdauungstrakt. Wer kennt es nicht, dass man bei Stress oder auch Verliebtheit ein "flaues Gefühl" im Magen hat?

6. Darm-Feind Nr. 1: Was richten Antibiotika im Darm an?

Es gibt viele Gründe, warum die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Hierzu zählen z.B. Umweltgifte, schlechte Ernährung, Rauchen, Stress. Vor allem auch nach einer Einnahme von Antibiotika kann die Anzahl "guter" Darmbakterien deutlich sinken, denn diese werden von Antibiotika auch zerstört.

Probiotika ("für das Leben") verdanken ihren Namen den Antibiotika ("gegen das Leben"). Hierdurch wird schon erklärt, wie diese Medikamente wirken. Nämlich gegen das Leben – allerdings nicht gegen das des Patienten, sondern gegen das von Bakterien. Ihre Aufgabe ist, dass sie Bakterien in ihrem Wachstum hemmen oder sie abzutöten.

Demzufolge werden bei einer Therapie mit Antibiotika, auch wenn sie u.U. lebensrettend sein kann, unvermeidbar immer auch viele nützliche Bakterien zerstört. Antibiotika können nämlich leider nicht zwischen "guten" und "schlechten" Bakterien unterscheiden. Zwar erholt sich die Darmflora wieder, einige Nützlinge verschwinden aber u.U. ganz. Probiotische Bakterienstämme werden auch begleitend bei einer Darmsanierung eingesetzt.

7. Welche Bakterienstämme gibt es?

Im Handel gibt es eine ganze Reihe verschiedener probiotischer Produkte – meist als Drink oder Joghurt – die sich sehr in Qualität, Zusammensetzung und Preis unterscheiden.
Die meisten Probiotika, die man im Supermarkt als Trinkfläschchen oder Joghurt kaufen kann, enthalten nur EINEN EINZIGEN Bakterienstamm.

Die größte Gruppe unter den Bakterien sind die Bifidobakterien. Sie werden sowohl aus der Nahrung (Joghurt) wie auch aus Probiotika Nahrungsergänzungen (als Pulver oder Kapseln) im Magen-Darm-Trakt gut absorbiert. Es werden einzelne Arten der Bifidobakterien ebenso wie Kombinationen mit anderen Gruppen gesunder Bakterien (z.B. Lactobazillen) angeboten. Ein wichtiges Kriterium für die Qualität ist aber die enthaltene Menge an verschiedenen Mikroorganismen!

Hier z.B. 13 der bekanntesten Kulturen:

  1. Lactobacillus acidophilus
  2. Lactobacillus bulgaricus
  3. Lactobacillus casei
  4. Lactobacillus salivarius
  5. Lactobacillus paracasei
  6. Lactobacillus rhamnosus
  7. Lactobacillus plantarum
  8. Bifidobacterium infantis
  9. Bifidobacterium animalis lactis
  10. Bifidobacterium longum
  11. Bifidobacterium breve
  12. Bifidobacterium bifidum
  13. Streptococcus thermophilus

Bei Probiotica Nahrungsergänzungsmitteln in Kapselform sind die Milchsäurebakterien in der Kapselhülle geschützt gegen Magen- und Gallensäure, so dass sie unbeschadet im Darm ankommen. Zudem müssen sie nicht gekühlt werden und sind daher auch gut für unterwegs geeignet. Somit bieten Probiotica in Kapseln viele Vorteile gegenüber Probiotica Drinks oder Joghurts!

Vorteile gegenüber Probiotica Drinks oder Joghurts! Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu probiotischen Bakterien:
https://journals.lww.com/ajg/Abstract/publishahead/Bifidobacterium_longum_1714__Strain_Modulates.99692.aspx

8. Wie hilft das Enzym Ficin dem Darm? Was hat es mit Probiotica zu tun?

Die "Echte Feige" (Ficus carica) ist reich an verschiedenen Enzymen, hauptsächlich an dem aus seinem Milchsaft stammenden "Ficin". Sie ist aber nicht nur reich an Enzymen, sondern auch an Mineralien und Ballaststoffen. Ficus carica ist bekannt dafür, die Darmgesundheit zu unterstützen. Hochwertige probiotische Nahrungsergänzungsmittel können durch das Enzym Ficin veredelt werden.

Folgende Aussagen über die Wirkung des Enzyms Ficin sind laut EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) zulässig:

- Ficus carica trägt zur Darmgesundheit bei
- Ficus carica trägt zum mikrobiellen Gleichgewicht der Darmflora bei
- Ficus carica trägt zu einem normalen Fettstoffwechsel bei (Cholesterin, Triglyceride)

9. Wo kann ich hochwertige Nahrungsergänzung mit Probiotika kaufen? Was sind die Vorteile von Probiotika Kapseln gegenüber anderen probiotischen Produkten?

Hier erst einmal die Vorteile von Probiotika in Kapseln gegenüber anderen probiotischen Produkten:

- Kapseln werden langsam auf dem Weg in den Darm aufgelöst. Somit gelangen mehr gute Bakterien dorthin, da sie nicht schon im Magen zerstört wurden
- Kapseln sind leicht regelmäßig täglich einzunehmen
- Kapseln sind geschmacksneutral
- Man kann sie auch unterwegs problemlos mitnehmen
- Sie sind lange haltbar (mehrere Jahre)
- Sie müssen nicht gekühlt werden im Vergleich zu Joghurts oder Drinks mit Probiotika, wo die Gefahr besteht, dass Bakterien bei unterbrochener Kühlung absterben
- Sie haben so gut wie keine Kalorien im Gegensatz zu den meisten Probiotika als Joghurt oder Drink, die oft viele Kohlenhydrate/Zucker oder Fett enthalten
- Sie enthalten keine künstlichen Geschmacksstoffe und Farbstoffe

Egal, für welches Produkt man sich entscheidet, es sollte möglichst wenig zwischen verschiedenen Produkten gewechselt werden. Jedes Produkt enthält nämlich unterschiedliche Bakterienstämme. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten man dem Darm immer die gleichen Bakterien zuführen. Zudem empfiehlt sich die Einnahme von probiotischen Produkten grundsätzlich nur für gesunde Personen. Ist das Immunsystem gestört, bitte vor der Einnahme Rücksprache mit dem Arzt halten.

Der Kauf von reinen, natürlichen und hochwertigen Probiotika und Vitaminen ist Vertrauenssache! Daher bitte immer in Deutschland bzw. in der EU geprüfte Qualität kaufen! Achte auf die Anzahl der Bakterienstämme (!!!) – und darauf, dass die Produkte den strengen Qualitätskontrollen nach EU-Gesetzen unterliegen.

Tipp: Schaue dir im Internet die Shop-Bewertungen an. Zum einen geben die Meinungen der Kunden wichtige Hinweise, zum anderen gibt es Institutionen, die den Anbieter bewerten, z.B. "Trusted Shops" oder "Top Shops".

Über den Autor: Jörn Kocken gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der natürlichen bzw. pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel in Europa. Er ist zudem Gründer von Feelgood-Shop.com, seit 2003 einer der größten Online-Händler für natürliche Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland, Österreich und der Schweiz.