VITAMIN D: WOFÜR IST ES WICHTIG?
Inhaltsverzeichnis
1. VITAMIN D, DAS ETWAS ANDERE VITAMIN
Unsere Vielfalt an Lebensmitteln liefert uns die Nährstoffpalette, die wir Tag für Tag brauchen – oder etwa doch nicht? Nicht ganz, denn Vitamin D bildet hier eine Ausnahme.
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der menschliche Körper in nennenswerten Mengen selbst herstellen kann – vorausgesetzt, die Haut bekommt ausreichend UV-B-Strahlung ab.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erreichen fast 60 Prozent der Menschen hierzulande die wünschenswerte Vitamin-D-Konzentration nicht. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten wird die Versorgung rund um das Sonnenvitamin zum Thema Nummer 1.
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der menschliche Körper in nennenswerten Mengen selbst herstellen kann – vorausgesetzt, die Haut bekommt ausreichend UV-B-Strahlung ab.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erreichen fast 60 Prozent der Menschen hierzulande die wünschenswerte Vitamin-D-Konzentration nicht. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten wird die Versorgung rund um das Sonnenvitamin zum Thema Nummer 1.
2. VOM SONNENSTRAHL ZUM VITAMIN D
Sonnenlicht auf der Haut und schon beginnt ein faszinierender Prozess. Doch wie wird aus UV-B-Strahlung eigentlich Vitamin D?
In der Oberhaut befindet sich eine Substanz namens 7-Dehydrocholesterol. Trifft UV-B-Strahlung auf die Haut, wird sie in mehreren Schritten in Vitamin D3, auch Cholecalciferol genannt, umgewandelt. Doch damit ist es noch lange nicht getan. Kurz gesagt, geht es von hier
➜ über den Blutkreislauf ➜ zur Leber ➜ in die Nieren
Dort wird es in das biologisch aktive Hormon Calcitriol umgewandelt und kann seine vielen wichtigen Aufgaben im Körper erfüllen.
In der Oberhaut befindet sich eine Substanz namens 7-Dehydrocholesterol. Trifft UV-B-Strahlung auf die Haut, wird sie in mehreren Schritten in Vitamin D3, auch Cholecalciferol genannt, umgewandelt. Doch damit ist es noch lange nicht getan. Kurz gesagt, geht es von hier
➜ über den Blutkreislauf ➜ zur Leber ➜ in die Nieren
Dort wird es in das biologisch aktive Hormon Calcitriol umgewandelt und kann seine vielen wichtigen Aufgaben im Körper erfüllen.
3. VITAMIN D – EIN HORMON UND KEIN VITAMIN?
Tatsächlich nimmt Vitamin D unter den Nährstoffen noch eine weitere Sonderstellung ein: Seine aktive Form wirkt im Körper wie ein Hormon und nicht wie ein gewöhnliches Vitamin. Zahlreiche Zellen deines Körpers haben einen Vitamin-D-Rezeptor (kurz: VDR). Ganz besonders ist es eines der zentralen Steuerhormone des Knochenstoffwechsels und des Immunsystems. Ebenso wichtig ist es zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion und für die Zellteilung. Vitamin D ist also an grundlegenden Prozessen beteiligt, die täglich in unserem Körper ablaufen.
Umso spannender ist die Frage: Wenn Vitamin D so viele Aufgaben erfüllt, wie gut sind wir dann eigentlich damit versorgt – gerade dann, wenn die Sonne seltener scheint?
Umso spannender ist die Frage: Wenn Vitamin D so viele Aufgaben erfüllt, wie gut sind wir dann eigentlich damit versorgt – gerade dann, wenn die Sonne seltener scheint?
4. VITAMIN D IM WINTER: WENN DIE SONNE PAUSE MACHT
Wir alle kennen es: Wir verlassen morgens das Haus im Dunkeln und kommen zurück, wenn es längst wieder dunkel ist. Dazwischen verbringen wir den Großteil des Tages vielleicht im Büro oder in anderen Innenräumen. Viel Gelegenheit für Licht auf der Haut bleibt da nicht. Und das kann ganz schön aufs Gemüt schlagen.
Doch nicht nur die Zeit, die wir draußen verbringen, ist entscheidend. Auch der geografische Breitengrad beeinflusst, wie viel Vitamin D unsere Haut bilden kann. In Deutschland ist die UV-B-Strahlung zwischen Oktober und März häufig zu schwach, um eine nennenswerte Vitamin-D-Produktion anzuregen.
Zum Glück legt der Körper Reserven an! Vitamin D kann unter anderem im Fett- und Muskelgewebe gespeichert werden. Von diesen Speichern profitieren wir in den sonnenärmeren Monaten. Wie lange sie ausreichen, ist jedoch individuell verschieden – und die Herbst-Winter-Zeit ist lang ...
Doch nicht nur die Zeit, die wir draußen verbringen, ist entscheidend. Auch der geografische Breitengrad beeinflusst, wie viel Vitamin D unsere Haut bilden kann. In Deutschland ist die UV-B-Strahlung zwischen Oktober und März häufig zu schwach, um eine nennenswerte Vitamin-D-Produktion anzuregen.
Zum Glück legt der Körper Reserven an! Vitamin D kann unter anderem im Fett- und Muskelgewebe gespeichert werden. Von diesen Speichern profitieren wir in den sonnenärmeren Monaten. Wie lange sie ausreichen, ist jedoch individuell verschieden – und die Herbst-Winter-Zeit ist lang ...
5. WIE MACHT SICH EIN VITAMIN-D-MANGEL BEMERKBAR?
Für die Beurteilung der Vitamin-D-Versorgung wird in der Regel die Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D im Blut bestimmt.
Nach der Definition der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gilt eine Konzentration von mindestens 50 nmol/l (20 ng/ml) als wünschenswert. Ein Vitamin-D-Mangel liegt bei einer Blutkonzentration unter 30 nmol/l (12 ng/ml) vor. Bei Werten dazwischen wird von einer Unterversorgung gesprochen, die sich u. a. in Müdigkeit, Energielosigkeit oder Antriebslosigkeit äußern können.
Wenn du dich, gerade in der Winterzeit, mal häufiger müde fühlst, heißt das natürlich nicht automatisch, dass dir Vitamin D fehlt. Eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung macht sich nicht immer sofort oder eindeutig bemerkbar, sollte aber gleichzeitig vermieden werden, denn diese kann weitreichende Folgen haben. Ein ausgeprägter und länger bestehender Vitamin-D-Mangel kann den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen. Bei Kindern kann ein schwerer Mangel zu Rachitis führen, bei Erwachsenen unter anderem zu einer unzureichenden Mineralisierung der Knochen (Osteomalazie). Auch eine Muskelschwäche kann bei ausgeprägtem Vitamin-D-Mangel auftreten.
In Zeiten, in denen nicht genug Eigenproduktion mithilfe von Sonnenlicht gewährleistet werden kann, empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates.1
Damit stellt sich die nächste Frage:
Worauf kommt es an, wenn du deine Vitamin-D-Zufuhr gezielt ergänzen möchtest?
Nach der Definition der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gilt eine Konzentration von mindestens 50 nmol/l (20 ng/ml) als wünschenswert. Ein Vitamin-D-Mangel liegt bei einer Blutkonzentration unter 30 nmol/l (12 ng/ml) vor. Bei Werten dazwischen wird von einer Unterversorgung gesprochen, die sich u. a. in Müdigkeit, Energielosigkeit oder Antriebslosigkeit äußern können.
Wenn du dich, gerade in der Winterzeit, mal häufiger müde fühlst, heißt das natürlich nicht automatisch, dass dir Vitamin D fehlt. Eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung macht sich nicht immer sofort oder eindeutig bemerkbar, sollte aber gleichzeitig vermieden werden, denn diese kann weitreichende Folgen haben. Ein ausgeprägter und länger bestehender Vitamin-D-Mangel kann den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen. Bei Kindern kann ein schwerer Mangel zu Rachitis führen, bei Erwachsenen unter anderem zu einer unzureichenden Mineralisierung der Knochen (Osteomalazie). Auch eine Muskelschwäche kann bei ausgeprägtem Vitamin-D-Mangel auftreten.
In Zeiten, in denen nicht genug Eigenproduktion mithilfe von Sonnenlicht gewährleistet werden kann, empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates.1
Damit stellt sich die nächste Frage:
Worauf kommt es an, wenn du deine Vitamin-D-Zufuhr gezielt ergänzen möchtest?
6. EIN GENAUER BLICK: VITAMIN D IST NICHT GLEICH VITAMIN D
Vitamin D ist nicht gleich Vitamin D. Grundsätzlich unterscheidet man vor allem zwischen Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Dabei ist Vitamin D3 genau die Form, die in unserer Haut unter UV-B-Einwirkung gebildet wird. Daher lohnt sich bei Nahrungsergänzungsmitteln ein Blick darauf, was drin steckt.
Vitamin D3 ist also die direkt verwertbare Form für unseren Körper. Die in der Regel günstigste Gewinnung erfolgt durch Lanolin, dem Wollfett, das Schafe in den Talgdrüsen ihrer Haut produzieren.
Eine interessante Alternative ist die Gewinnung von Vitamin D3 aus Flechten. Flechten sind eine Symbiose aus Pilzen und Algen und liefern – im Gegensatz zu pflanzlichem Vitamin D2 – ein zu tierischem D3 identisches Vitamin.
1Quelle:Vitamin D3 ist also die direkt verwertbare Form für unseren Körper. Die in der Regel günstigste Gewinnung erfolgt durch Lanolin, dem Wollfett, das Schafe in den Talgdrüsen ihrer Haut produzieren.
Eine interessante Alternative ist die Gewinnung von Vitamin D3 aus Flechten. Flechten sind eine Symbiose aus Pilzen und Algen und liefern – im Gegensatz zu pflanzlichem Vitamin D2 – ein zu tierischem D3 identisches Vitamin.
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https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/