Tipps für eine gesunde Darmflora

Der Bauch grummelt und ist aufgebläht – so äußert es sich häufig, wenn die Darmflora nicht im Gleichgewicht ist. Aber was ist diese Darmflora eigentlich, warum ist sie so wichtig für unsere Gesundheit – und wie kann man die Darmflora aufbauen? Diesen Fragen gehen wir hier auf die Spur!


Lesezeit: 03:19 Minuten

Inhaltsverzeichnis

  1. Darmflora – was ist das eigentlich?
  2. Warum ist der Darmflora-Aufbau wichtig?
  3. Ursachen und Symptome einer gestörten Darmflora
  4. Wie kann man die Darmflora aufbauen?
  5. Tipps für eine gesunde Darmflora
Darmflora

1. Darmflora – was ist das eigentlich?

Unser Darm ist von sage und schreibe 100 Billionen Bakterien besiedelt1. Sie gehören bis zu 400 verschiedener Arten an und halten sich vor allem im Dickdarm auf. Das klingt unappetitlich? Ist es aber nicht, denn diese Darmbakterien sind größtenteils nützliche Helfer. Mediziner bezeichnen sie als Mikrobiom, der Volksmund spricht von Darmflora.

2. Warum ist der Darmflora-Aufbau wichtig?

Die Darmbakterien erfüllen viele Aufgaben, die unsere Gesundheit beeinflussen. Deshalb sollte man die Darmflora aufbauen, wenn sie gestört ist. Jede Bakterien-Art hat nämlich eigene Aufgaben. Hier einige Beispiele:

  • Bifidobacterium: Dieser Bakterienstamm ist für die Verdauung von Milch sowie Ballaststoffen zuständig und hilft uns bei der Stressverarbeitung2.
  • Lactobacillus: Das Bakterium bekämpft Entzündungen. Außerdem produziert es Botenstoffe, die unser seelisches Wohlbefinden beeinflussen3.
  • Eubacterium: Diese Gattung ist für die Produktion kurzkettiger Fettsäuren zuständig, die für die Darmfunktion benötigt werden.
  • Faecalibacterium: Diese nützlichen Helfer stellen Butyrat her, das für das Immunsystem eine wichtige Rolle spielt4.
  • Akkermansia: Das Schlankmacher-Bakterium! Es aktiviert den Stoffwechsel und wirkt Gewichtszunahme und Diabetes entgegen5.

3. Ursachen und Symptome einer gestörten Darmflora

Von einer gestörten Darmflora spricht man, wenn die Dichte oder die Diversität der Bakterien im Darm zu gering ist. Das kann sich durch folgende Symptome zeigen:

  • Blähungen und Völlegefühl
  • Reizdarm und Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen und Krämpfe
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Müdigkeit und Mangelerscheinungen

Als Ursache für eine gestörte Darmflora kommen verschiedene Faktoren in Frage. Eine einseitige Ernährung und die Einnahme von Antibiotika können die mikrobielle Flora beeinträchtigen und Hefepilze im Darm fördern. Auch andere Medikamente haben einen negativen Einfluss auf das Darmmilieu, wie Magensäurehemmer, Schmerzmittel oder Antihistaminika. Nach der Therapie mit derartigen Medikamenten sollte man die Darmflora aufbauen. Manchmal steckt auch einfach Stress dahinter, wenn der Darm verrückt spielt.

4. Wie kann man die Darmflora aufbauen?

Sind die Mikroorganismen im Darm aus dem Gleichgewicht geraten, sollte man die Darmflora aufbauen oder direkt eine Darmsanierung durchführen. Die folgenden Maßnahmen unterstützen einen gesunden Darm:

  • Probiotika: Probiotische Nahrungsergänzungsmittel wie PROBIOLIFE Probiotika unterstützen die Darmgesundheit mit probiotischen Bakterien. Im Vergleich zu probiotischen Lebensmitteln haben Kapseln eine viel höhere Konzentration an Probiotika.
  • Kurkuma: Das enthaltene Curcumin unterstützt die Verdauung mit Pflanzenstoffen und hilft dem Körper, Entzündungen im Darm zu bekämpfen.
  • Enzyme: Spezielle Verdauungsenzyme wie Laktase, Amylase, Lipase, Protease, Cellulase – wie in MULTI ENZYM forte – können zur Normalisierung der Verdauung beitragen.

5. 5 Tipps für eine gesunde Darmflora

Auch mit einer bewussten Lebensweise können Sie die Darmflora aufbauen und gesund erhalten. Folgende Tipps helfen dabei:

  1. Probiotische Lebensmittel: Welches Essen ist gut für die Darmflora? Die hilfreichen Darmbakterien stecken unter anderem in Joghurt, Kefir, Quark, fermentiertem Sauerkraut und Käse.
  2. Ballaststoffe: Achten Sie darauf, ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen – beispielsweise durch Vollkornprodukte oder Flohsamen. Sie dienen den nützlichen Darmbewohnern als Nahrung.
  3. No-Gos: Kaffee und Alkohol, raffinierten Zucker und tierische Fette sollten Sie sparsam zu sich nehmen.
  4. Viel trinken: Jeden Tag sollten Sie ein bis zwei Liter stilles Mineralwasser trinken.
  5. Sport treiben: Auch regelmäßige Bewegung ist wichtig für die Darmgesundheit.

Fazit

Eine gesunde Darmflora erfüllt viele Funktionen im Körper und ist wichtig für unser Wohlbefinden. Mit den richtigen Tipps können Sie die Darmflora aufbauen, wenn sie gestört wurde. Dazu gehören Probiotika, Enzyme und Ballaststoffe, aber auch eine gesunde Lebensweise.

Quellen:

https://www.zeit.de/2014/12/mikrobiom-bakterien-darm

https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/pressemeldungen/meldung/163

https://healthcare-in-europe.com/de/news/lactobacillus-zur-mikrobe-des-jahres-2018-gekuert.html

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Probiotika-und-Praebiotika-Darmflora-aufbauen,darmgesundheit100.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54374/Darmbakterium-bekaempft-Uebergewicht-und-Diabetes