WAS IST VITAMIN A?
1. Was ist Vitamin A?
2. Wofür ist Vitamin A gut?
Sehkraft: Am bekanntesten ist Vitamin A für die Sehkraft – deshalb gilt es auch als Augenvitamin. Retinal, eine Form von Vitamin A, ist ein Bestandteil der Augennetzhaut und wichtig für unsere Hell-Dunkel-Wahrnehmung.
Haut: In Form von Retinol ist Vitamin A wichtig für die Elastizität unserer Haut und spielt auch bei der Gesunderhaltung der Schleimhäute eine entscheidende Rolle.
Fortpflanzung: Die Bildung von Testosteron, Samenzellen oder Plazenta – Vitamin A ist für viele Funktionen im Rahmen der Reproduktion notwendig.
Antioxidans: Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A unterstützt den Körper im Kampf gegen oxidativen Stress. Es gehört damit, wie Vitamin C und Vitamin E, zu den Antioxidantien. Das macht Vitamin A auch zu einem Anti-Aging-Vitamin1.
3. Was passiert bei einem Vitamin A-Mangel?
Du leidest unter trockener Haut, Schuppen und schmerzhaften Hautrissen? Hier denken viele Menschen an einen Mangel an Zink oder Vitamin E. Tatsächlich kann es aber auch bei einem Defizit an Vitamin A zu diesen Symptomen kommen. Auch verstärkter Haarausfall kann auf zu wenig Vitamin A hindeuten. Nicht nur die Haut, auch die Schleimhäute können austrocknen und so anfälliger gegenüber Viren und Bakterien werden – die Folge: häufige Erkältungen, Atemwegsinfektionen oder Pilzerkrankungen im Intimbereich.
Was viele nicht wissen: Um Eisen verstoffwechseln zu können, ist ebenfalls Vitamin A notwendig. Ein Eisenmangel mit den bekannten Symptomen wie Müdigkeit und Blutarmut kann also auch durch einen Vitamin A-Mangel begünstigt werden. Vor allem Menschen, die häufiger unter Magen-Darm-Erkrankungen leiden, können Vitamin A aus der Nahrung nicht richtig verstoffwechseln und haben daher einen erhöhten Bedarf.
Bei verschiedenen Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion und auch bei Stress kann ebenfalls ein Vitamin A-Mangel entstehen. Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat haben ebenfalls einen höheren Bedarf: Sie sollten etwa 300 Mikrogramm mehr Vitamin A zu sich nehmen.
Bioaktives Retinylpalmitat, gelöst in MCT-Öl
Vitamin A ist das essenzielle Vitamin für Augen und Sehkraft, da es für die Lichtwahrnehmung in der Netzhaut verantwortlich ist. Darüber hinaus unterstützt es auch die Haut, die Sc...4. Wo ist Vitamin A enthalten?
Süßkartoffel – bis 1000 Mikrogramm pro 100 Gramm
Karotten – bis 850 Mikrogramm pro 100 Gramm
Grünkohl – bis 730 Mikrogramm pro 100 Gramm
Butter – bis 680 Mikrogramm pro 100 Gramm
Spinat – bis 470 Mikrogramm pro 100 Gramm
Kürbis – bis 250 Mikrogramm pro 100 Gramm
Ei – bis 140 Mikrogramm pro 100 Gramm
Aber Achtung: Vitamin A ist relativ empfindlich. Es kann schnell oxidieren und verträgt keine große Hitze. Daher sollten Lebensmittel mit hohem Vitamin A Gehalt kühl und dunkel gelagert und nicht zu lange gekocht werden. Um das fettlösliche Vitamin gut verstoffwechseln zu können, sollten Vitamin A-haltige Lebensmittel immer mit etwas Öl verzehrt werden.
5. Kann man Vitamin A überdosieren?
Das führt uns zu der Frage: Wie ist der Vitamin A-Tagesbedarf? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Männern, pro Tag 850 µg und Frauen, pro Tag 700 µg Vitamin A zu sich zu nehmen2. Der individuelle Bedarf kann jedoch höher liegen – beispielsweise bei häufigen Magen-Darm-Störungen. Mehr als drei Milligramm Vitamin A sollten nicht eingenommen werden. Im Extremfall kann es bei massiver Überdosierung zu Kopfschmerzen oder Übelkeit kommen. Bei unter drei Milligramm ist jedoch in der Regel nicht mit negativen Begleiterscheinungen zu rechnen.
Quellen:
2https://www.dge.de/presse/pm/neue-d-a-ch-referenzwerte-fuer-die-vitamin-a-zufuhr/