Natürliche Unterstützung in der Menopause

Niedergeschlagen, lustlos und müde – viele Frauen im Alter zwischen 40 und 55 Jahren kennen diese düstere Stimmung. Häufig handelt es sich dabei um eine Wechseljahre-Depression. Aber wie entsteht diese Form der Depression und was können Frauen tun, um in den Wechseljahren mehr Lebensqualität zu haben? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigen wir uns in diesem Artikel.

Lesezeit: 03:12 Minuten

Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Depressionen in den Wechseljahren?
  2. Symptome der Wechseljahre-Depression
  3. Ursachen der Depression in der Menopause
  4. Natürliche Hilfe: Tipps gegen Wechseljahre-Depression
Wechseljahre-Depression

1. Was sind Depressionen in den Wechseljahren?

Depressionen sind eine häufige psychische Erkrankung, die für Betroffene extrem belastend ist. Sie fühlen sich dauerhaft tieftraurig oder haben den Kontakt zu ihren Gefühlen verloren. Oft empfinden sie das Leben als sinnlos und können sich nicht vorstellen, je wieder glücklich zu sein.

Es gibt viele verschiedene Arten der Depression. Dazu gehören Altersdepression, Winterdepression, die phasenweise auftretende unipolare oder bipolare Depression und auch die High Functioning Depression von zu Perfektionismus neigenden Menschen. Die Wochenbettdepression und die Wechseljahre-Depression sind psychische Erkrankungen, die Frauen in Phasen der schwerwiegenden hormonellen Umstellung betreffen.

2. Symptome der Wechseljahre-Depression

Wie äußern sich Depressionen in den Wechseljahren? Eine Wechseljahre-Depression hat ähnliche Symptome wie andere Formen der Depression. Dazu gehören:

  • Dauerhafte Niedergeschlagenheit und Traurigkeit
  • Angstzustände und starke Stimmungsschwankungen
  • Ständige Müdigkeit und Erschöpfung
  • Reizbarkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Starke Selbstzweifel
  • Sozialer Rückzug
  • Schmerzen und Verdauungsprobleme
  • Verlust der Libido
  • In schweren Fällen Todessehnsucht oder Suizidgedanken
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Die körperlichen und psychischen Symptome einer Wechseljahre-Depression können sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein und von Frau zu Frau individuell ausfallen. Nichtsdestotrotz stellen sie eine enorme Belastung dar, zumal sie häufig von weiteren Beschwerden der Wechseljahre begleitet werden – wie Schlafproblemen, Hitzewallungen und vaginaler Trockenheit.

3. Ursachen der Depression in der Menopause

Es ist häufig schwer zu beurteilen, ob es sich bei der Wechseljahre-Depression um eine depressive Gemütsverstimmung handelt oder um eine echte und behandlungsbedürftige Depression. Vor den Wechseljahren, in der sogenannten Perimenopausalen Phase, stellt sich der Hormonhaushalt der Frau um, ähnlich wie in der Pubertät oder in der Schwangerschaft. Sinkt der Östrogenspiegel ab, kann dies depressive Stimmungen wie Traurigkeit, Müdigkeit und Reizbarkeit verursachen.

Im Volksmund wird dies häufig als Wechseljahre-Depression bezeichnet. Gleichzeitig sind die Wechseljahre jedoch auch eine Lebensphase, in der Frauen besonders gefährdet sind, an einer echten Depression zu erkranken. Diese wird durch eine Störung der Neurotransmitter im Gehirn ausgelöst. Die bei Wechseljahren häufig eingesetzte Hormontherapie ist bei einer echten Depression wirkungslos.

4. Natürliche Hilfe: Tipps gegen Wechseljahre-Depression

Bei einer ernsthaften Depression sollte stets ärztliche und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine Hormontherapie zur Behandlung von Wechseljahre-Depressionen sollte gründlich abgewogen werden, da sie auch unerwünschte Nebenwirkungen haben kann – die Regelblutung setzt wieder ein und es können Spannungsgefühle in der Brust auftreten. Außerdem erhöht eine Therapie möglicherweise das Brustkrebsrisiko2. Zudem kehren die Depressionen häufig nach der Hormontherapie wieder zurück1.

Eine sanfte Unterstützung und Vorbeugung von Wechseljahre-Depression sind auch mit natürlichen Maßnahmen möglich. Dazu gehören:

  • Gesunder Lebensstil: Im Alter über 40 spielt der Lebensstil eine zunehmend große Rolle für die Gesundheit. Weniger Alkohol und Kaffee sowie Verzicht auf das Rauchen helfen dabei, fit und aktiv zu bleiben. Das gilt übrigens auch für Männer!
  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung und ein gutes Gewichtsmanagement. Vor allem Omega-3-Fettsäuren sollen einen positiven Effekt bei Beschwerden in den Wechseljahren haben.
  • Viel Bewegung und frische Luft: Körperliche Aktivität und frische Luft kurbeln den Glücksbotenstoff Serotonin an. Gehen Sie täglich spazieren, walken oder joggen.
  • Soziales Umfeld und Hobbys: Auch wenn Sie einmal wenig Lust haben – pflegen Sie Ihre Hobbys und sozialen Kontakte! Probieren Sie auch einmal etwas Neues aus, denn Studien haben gezeigt, dass lebenslanges Lernen glücklich macht3.
  • Natürliche Pflanzenstoffe: Natürliche Präparate wie MENO Balance sind hormonfrei und unterstützen das Wohlbefinden in den Wechseljahren.
  • Vitalstoffe: Wenn wir älter werden, braucht unser Körper eine andere Zusammensetzung an Vitaminen und Mineralstoffen. Spezielle Multivitaminkomplexe wie MULTI 50+ sind ideal für Menschen über 50.
  • Johanniskraut: Als sanfte Unterstützung für das Nervensystem und die Psyche schwören viele Menschen auf die Kraft des Johanniskrauts.

Fazit: Unterstützung bei Wechseljahre-Depression

Als Wechseljahre-Depression wird eine hormonell ausgelöste depressive Verstimmung bezeichnet, die Frauen zwischen 40 und 55 Jahren betrifft. Um dem vorzubeugen, sollte auf einen gesunden Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und soziale Kontakte geachtet werden. Natürliche Hilfsmittel können dabei sanft unterstützen.

Quellen:

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Depressionen-kehren-nach-Hormontherapie-oft-zurueck-251894.html

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Hormontherapie-Wie-stark-steigt-Brustkrebsrisiko,hormonersatztherapie100.html

) https://www.welt.de/print/die_welt/article155125073/Lebenslang-lernen-macht-gluecklich.html